Nussiger Wohlfühlkuchen ohne Zucker – perfekt zum Kaffee oder Tee
Benjamin HubnerShare
Manchmal möchte man einfach ein Stück Kuchen zum Kaffee oder Tee — aber ohne das typische Zucker-Völlegefühl danach. Genau aus dieser Stimmung heraus ist dieses Rezept entstanden. Ich hatte Lust auf etwas Herzhaft-Nussiges, nicht auf einen süßen Dessertkuchen. Und genau das ist dieser Kuchen geworden: saftig, aromatisch, warm im Geschmack und unglaublich lecker.
Wichtig vorweg: Dieser Kuchen ist nicht süß. Und das ist Absicht! Erst mit einem Aufstrich (z. B. Mandelmus, Erdnussmus oder zuckerfreien Cremes) entfaltet er sein ganzes Potential. Dann wird er zu einem perfekten Begleiter für Kaffee oder Tee — fast wie ein kleines Café-Frühstück zuhause.

Zutaten (für eine kleine Kastenform):
- 60 g Kokosöl
- 30 g Mandelmus
- etwas Vanillearoma
- 2 Eier (getrennt in Eigelb & Eiweiß)
- 40 g Joghurt
- 100 g gemahlene Haselnüsse
- 110 g Hafermehl
- 1 Prise Salz
- 60 ml Milch
- 1 Päckchen bzw. ca. 1 TL Backpulver
- eine Handvoll gehackte Nüsse (für den Teig)
Optional:
- Kuchenglasur (z. B. Dattelschokolade)
- zum Servieren: Nussmus oder andere zuckerfreie Aufstriche
Zubereitung (kurz erklärt)
- Eigelb mit Kokosöl, Mandelmus, Vanille und Joghurt verrühren
- Hafermehl, Haselnüsse, Salz und Backpulver einarbeiten
- Milch unterrühren
- Eiweiß steif schlagen und vorsichtig unterheben
- Gehackte Nüsse einrühren
- Bei 180 °C ca. 35–40 Minuten backen
Die Zutaten und warum sie so gut zusammenpassen
Kokosöl – die saftige Basis
60 g Kokosöl bilden die Fettgrundlage des Kuchens. Ich mag Kokosöl beim Backen besonders gern, weil es den Teig unglaublich saftig macht. Außerdem bringt es eine ganz leichte, warme Aromatik mit, die hervorragend zu Nüssen passt. Keine Sorge: Der Kuchen schmeckt nicht nach Kokos, sondern einfach rund und weich.
Mandelmus – das Aroma-Upgrade
30 g Mandelmus geben dem Teig Tiefe. Es ersetzt einen Teil von Butter oder Zucker, denn Nussmus sorgt für Mundgefühl. Gerade weil der Kuchen nicht süß ist, ist das wichtig: Mandelmus macht ihn „vollmundig“, fast schon cremig im Geschmack.
Vanillearoma – der heimliche Star
Ein paar Tropfen Vanillearoma reichen völlig. Vanille wirkt hier nicht als Süßmacher, sondern als Geschmacksverstärker. Sie hebt die Haselnussaromen hervor und lässt den Kuchen deutlich runder schmecken.
Eier (getrennt) – der Trick für Lockerheit
Die zwei Eier werden getrennt verarbeitet:
- Eigelb in den Teig
- Eiweiß steif geschlagen untergehoben
Das klingt nach Extra-Arbeit, aber es lohnt sich! Da kein Zucker im Teig ist, fehlt normalerweise Luftigkeit. Der Eischnee ersetzt genau das. Dadurch wird der Kuchen locker statt kompakt.
Joghurt – Saftigkeit ohne Zucker
40 g Joghurt sorgen für Frische und Feuchtigkeit. Gerade bei Hafermehl kann Gebäck schnell trocken werden — Joghurt verhindert das. Außerdem bringt er eine ganz leichte Säure, die wunderbar mit den Nüssen harmoniert.
Gemahlene Haselnüsse – das Herzstück
100 g gemahlene Haselnüsse sind die Seele dieses Kuchens. Sie liefern:
- Aroma
- Saftigkeit
- Struktur
Der Kuchen schmeckt dadurch richtig nussig — nicht nur leicht, sondern wie eine Mischung aus Nussbrot und Kuchen.
Hafermehl – die sanfte Sättigung
110 g Hafermehl machen den Kuchen bekömmlich und sättigend. Hafer gibt eine weiche, fast warme Getreidenote. Außerdem steigt der Blutzucker deutlich langsamer als bei Weizenmehl — deshalb passt der Kuchen so gut als Frühstückskuchen.
Milch – verbindet alles
60 ml Milch sorgen dafür, dass der Teig geschmeidig wird. Hafer und Nüsse saugen viel Flüssigkeit auf — ohne Milch wäre der Kuchen zu fest.
Salz – unterschätzt, aber entscheidend
Nur eine Prise Salz — und plötzlich schmeckt alles intensiver. Gerade bei nicht süßem Gebäck ist Salz enorm wichtig, weil es die Nussaromen hervorhebt.
Backpulver – für die richtige Höhe
Ein wenig Backpulver gibt dem Teig den letzten Schub nach oben. Zusammen mit dem Eischnee entsteht eine schöne lockere Krume.
Gehackte Nüsse – Biss!
Die gehackten Nüsse im Teig sind mein Lieblingsdetail. Sie sorgen für kleine Knack-Momente beim Essen. Ohne sie wäre der Kuchen gut — mit ihnen ist er richtig spannend.
Optional: Glasur aus Dattelschokolade
Wer mag, kann den Kuchen mit Kuchenglasur überziehen — besonders gut passt Schokolade auf Dattelbasis. Die bringt eine leichte Süße hinein, ohne den Charakter zu verändern. Aber: Auch ohne Glasur funktioniert er wunderbar.
Wie man ihn wirklich genießen sollte
Dieser Kuchen ist kein Dessertkuchen — er ist ein Begleiter.
Alleine schmeckt er nussig und mild. Erst mit Aufstrich passiert die Magie:
- Mandelmus
- Erdnussmus
- zuckerfreie Schokoaufstriche
- Frischkäse
- oder sogar Butter
Dann wird er zum perfekten Nachmittagsritual. Eine Scheibe, ein Cappuccino, Regen am Fenster — und plötzlich fühlt sich der Tag sehr entschleunigt an.
Und genau dafür liebe ich ihn:
Nicht zu süß. Nicht schwer. Sondern einfach ehrlich nussig.